Der S.
Finde die Wahrheit!
Finde die Wahrheit!
11. Mai
Geschätzte Mitmenschen
Normalerweise kopiere ich keine Texte in meinen Blog. Hier herrscht rein der freie Gedanke meines Seins. Die Autonomie des Ich`s. Aber manchmal stosse ich auf Dinge, welche ich euch nicht vorenthalten möchte. So ein Interview mit Dieter Moor auf n-tv. Der Name wird euch, so ging es mir jedenfalls, zuerst mal nichts sagen. Aber spätestens wenn man ein Bild von ihm sieht, erkennt man den Mann. Moor, 1958 in Zürich geboren, wanderte so ziemlich durch alle deutschsprachigen Fernsehkanäle. Was ich jetzt nicht machen werde, ist diesen Auschnitt aus diesem Interview zu kommentieren oder zu bewerten. Entscheidet selbst.
Die Frage von n-tv lautete:
Wie kommt es, dass das Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern derzeit so angespannt ist?
Und hier die Antwort von Moor:
Weil die Schweizer einfach Idioten sind. Sie haben kein Selbstbewusstsein und verfälschen permanent ihre Geschichte. Entgegen den Mythen war die Schweiz vor ein paar hundert Jahren das Afghanistan Europas: Es waren ärmste Leute, es waren härteste Bedingungen, es war eine Bildungsmisere, es gab Religionskriege mit tausenden Toten. Die Schweiz war nie demokratiefähig, bis Napoleon kam und sagte: “Ich zwinge euch jetzt dazu.” Seither meinen die Schweizer, sie hätten die Demokratie erfunden. Die Schweiz war auch nie freiheitswillig, bis Herr Schiller den Wilhelm Tell erfand. Seither glauben die Schweizer, sie seien freiheitswillig. Und es ist hochumstritten, ob der Rütlischwur jemals stattgefunden hat. Die Schweiz hat also keine Geschichte. Deshalb igeln sich die Schweizer ein, sind neutral und wollen nicht mitmachen. Jeder, der von außen kommt, wird von den Schweizern als jemand empfunden, der etwas wegnehmen will.
In diesem Sinne …!
Euer S.
PS: Das ganze Interview findet ihr hier.
29. Apr
Hallo Welt
Den Effekt, den ich euch heute mit ein paar Bildern vorstellen will, ist der sogenannte Tilt (…verschwenken)-Shift (…verschieben)-Effekt. Das Verschwenken bzw. Verschieben bezieht sich auf das Linsensystem gegenüber der Filmebene. Normalerweise benötigt man hierfür teure Hardware, sprich Objektive. Aber auch mit entsprechender Software, in meinem Fall Photoshop lässt sich dieser Effekt in etwa nachbilden. Bekannt wurden solche Fotos durch die Werbung vom grössten Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Das Erstellen innerhalb von Photoshop ist einfach, jedoch setzt die Anwendung des Filters jede Menge Rechenpower voraus. Ausgehend von der Originalauflösung (4288 x 2848) benötigte mein Rechner, je nach Filterintensität, 5 bis 8 Minuten. Also pro Bild eine Zigarette!
Hier der Link und viel Spass!
Euer S.
15. Apr
Sehr geehrte Damen
Sehr geehrte Herren
Ich möchte euch diesmal zu einem Spaziergang an die Reuss mitnehmen. Gut, das Wetter war nicht so fotogen, aber ich denke ich habe einige gute Bilder aufgenommen. Das schlechte Wetter zwingt einen dazu, sich noch mehr Gedanken bezüglich der Motivwahl zu machen. Das Auge erkennt plötzlich Dinge, die bei schönen Wetter einfach untergehen würden. Runter von den Wegen, ab ins Gebüsch oder einfach mal ein Stück in Wasser und schon ist das ein oder andere Detail ersichtlich.
Hier ist der Link.
In diesem Sinne …!
Euer S.
11. Apr
wie Engel lächeln sollten.
Hallenstadion Zürich, 10.04.2012. Eine, erstmals 1993 vor grossem Publikum auftretende Künstlerin aus Italien, verzauberte die Halle und verzauberte mich. Laura Pausini. Die Italienerin gehört zu den erfolgreichsten Pop-Stars in ihrem Land. Bis heute hat sie weit über 45 Millionen Tonträger weltweit verkauft. Sie als Pop-Star und wie manchmal auch geschrieben als italienische Pop-Queen zu betiteln, finde ich persönlich als untertrieben. Die Frau kann alles! Und nicht nur Pop. Egal ob ihre Songs italienisch, spanisch, portugiesisch oder englisch dargeboten werden, die 37-jährige Powerfrau überzeugt auf ganzer Linie. Klar, die Texte verstehe ich nicht. Aber ich kann fühlen, dass diese Kreativität, Überzeugung und Detailfreude wiederspiegeln. Gelebte Musik. Ein Attribut, welches nur auf wenige Künstlerinnen und Künstler zutrifft.
Das Bühnenbild, die Choreografie, der Sound alles fügte sich zu einem brillanten Konzertergebnis zusammen. Mittendrin die Hauptprotagonistin. Fünfmal überraschte sie uns mit einem neuen Outfit. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass der schwarze Hosenanzug nicht so ganz meine (…doch nur) männlichen Sinne anregte. Aber egal – es ging ja schliesslich um Musik. Ob nun Herz-Schmerz-Balladen oder Ausflüge in eine härtere Gangart, alles passte und überzeugte mich und das Publikum. Laura schaffte ein musikalisches Kollektiv – wir waren für fast 150 Minuten Italienerinnen und Italiener. So soll ein Live-Konzert sein. Nicht eine monologische Selbstdarstellung narzisstischer Art, sondern eine Assoziation von eigener Musik mit dem Publikum!
Für mich persönlich war der Auftritt, der aus der norditalienischen Region Emilia-Romagna stammenden, Sängerin die bisher beste Einzeldarbietung meiner Konzerterlebnisse. Sorry P!nk (Bern 2010), aber der Punkt gehört Laura! Einzeldarbietung deshalb, weil ich zwischen Solokünstlern und Bands unterscheide. Und bei den Bands steht Rammstein (Basel 2009) unangefochten an Nummer Eins. Ihr werdet fragen warum ich die Region Emilia-Romagna aufführe. Nun in erster Linie deshalb, um Wortwiederholungen wie Laura, Pausini oder Italienerin zu vermeiden – aber ich möchte damit auch daraufhinweisen, dass Zucchero (Stuttgart 2011) ebenfalls aus dieser Region stammt. Ein verdammt musikalisches Viertel also in Norditalien. Liegt es an der Luft, am Essen oder am Wein? Wir werden es wohl nie erfahren. Was wir jedoch erfahren, erleben dürfen ist die wunderbare Musik, welche uns diese Region bietet.
In diesem Sinne …!
Euer S.