Der S.
Finde die Wahrheit!
Finde die Wahrheit!
16. Jan
Hola Mitmenschen
Das Foto wurde auf einer Baustelle irgendwo in der Westschweiz aufgenommen. Nicht mit meiner Nikon, sondern mit der integrierten Kamera in meinem Handy. Mittels Filtern in Photoshop bearbeitet – Fertig! Aber lassen wir das Foto ein paar Sekunden, Minuten auf uns wirken! 3 – 2 – 1 – Aus! Was habt ihr erkennen können? Was will der “Künstler” damit sagen?
Und ähnliche Gedanken gesammelt? Was vor der ersten und hinter der zweiten Barriere lag bzw. liegen wird – wir wussten/wissen es nicht! Richten wir deshalb unsere Aufmerksamkeit auf die Treppe – das Leben. Ob nun kurz oder lang, steil oder eher eben ist letztendlich egal. Wir alle müssen diesen Weg gehen. Das Leben, eine unheilbare und wertvolle Krankheit? Sind wir alle Patienten, die vom Virus Leben befallen worden sind? Interessante Fragen! Wenn es so wäre, wie können wir mit dieser Erkrankung umgehen? Und schon wieder eine Frage!
Es gibt sie die Antworten, aber die muss jeder für sich bestimmen: Sehe ich die Krankheit eher positiv oder negativ? Fakt ist, ich werde nicht wieder gesund! Also was kann ich tun, um mit der Krankheit Leben leben zu können (…eine geniale Frage)? Nehmen wir das Beispiel mit einem Glas Flüssigkeit, welches nur noch 50 % der ursprünglichen Menge des Inhaltes aufweist. Mensch 1, der Optimist kommt zum Ergebnis, dass das Glas noch halb voll ist. Mensch 2, pessimistisch veranlagt, gibt an, das Glas wäre halb leer. Ich, der Realist, hebe den Finger und bestelle die nächste Runde. Immer ein volles Glas – warum unnötige und damit negative Gedanken verstreuen? In der Einfachheit liegt die Lösung! Kompliziertes Denken tötet den freien Willen! Orientierung an Kindern als Ausweg: Naiv, aber erfolgreich: warum nicht?!
Was wir aber nicht vergessen dürfen, ist die Tatsache, dass wir einmal vor der oberen Barriere stehen werden. Wird sich diese öffnen? Fallen wir dann eine Ebene nach unten und alles beginnt von vorne? Wer das Bild genau betrachtet, erkennt eine weitere Umzäunung im Hintergrund! Was hat es mit dieser auf sich? Sie liegt auf Ebene 0 – also auf der Ebene, auf welcher wir geboren werden. Und rein biologisch betrachtet beginnt dann unser Leben. Was ist, wenn wir nicht die Treppe hochgehen, sondern direkt Richtung Zaun?
Mit dieser Frage, will ich euch heute entlassen.
In diesem Sinne …!
Euer S.
08. Jan
Liebe Mitmenschen
Vorab möchte ich euch nachträglich alles Gute für das Abenteuer 2012 wünschen. Möge es das bringen, was ihr euch schon immer gewünscht haben. Aber bitte nicht vergessen: Es liegt nur an euch - also bitte keine Ausreden, wenn es nicht so klappen sollte!
Jetzt aber zum Thema! Leute, seit mal ehrlich, sehe ich aus wie ein brasilianischer Drogenschmuggler oder wie ein Kleinkrimineller, der in fremden Ländern sein Unwesen treibt? Euer klares NEIN, welches ich virtuell in den Ohren habe, stimmt mich zufrieden – Danke! Worauf ich hinaus will? Ich fahre in unregelmässigen Äbstanden in mein Geburtsland Deutschland. Logischerweise muss ich anschliessend auch wieder die Rückreise antreten.
Und dann ist sie da. Hell vom kalten Leonlicht umschlossen und ständig bewaffnet besetzt – das letzte Bollwerk in Europa: die Grenze in die Schweiz! Und jedesmal, meine lieben Schwestern und Brüder werde ich rechts ran gebeten und muss mich ausweisen. Tausende Autos, egal welcher Nationalität vor und hinter mir, erhalten das Zeichen für die Durchfahrt, nur ich der S. bekomme dieses Privileg nicht zugesprochen. Ich muss meine Papiere dem Zöllner übergeben und der verschwindet erstmal damit. Nach der Rückgabe erfolgt dann grundsätzlich der Blick ins Fahrzeuginnere und in den Kofferraum.
Den Vogel hat ein Uniformierter das letztemal abgeschossen! Im Kofferraum waren meine neuen Winterstiefel verstaut. Diese trug ich bis dato nur einmal. Klar, waren somit absolut keine Gebrauchsspuren vorhanden. Und was meinte der Beamte: Ich wollte die Stiefel, im Ausland gekauft, illegal einführen – sie wären neu! Ich konnte den Beamten davon überzeugen, dass dies nicht so sei, was er schlussendlich auch glaubte. Aber wie sollte man sich zukünftig verhalten? Nur mit ausgelatschten Schuhe und abgetragenen Klamotten die Grenze passieren? Oder nackt? “Ein Beamter hat trotz einer schier unübersichtlichen Fülle von Gesetzen und Verordnungen immer noch einen Ermessensspielraum bei der Auslegung dieser Richtlinien. Wenn ein Beamter diese Richtlinien immer zum Nachteil eines bestimmten Bürgers auslegt, bei anderen aber milder ist, dann spricht man von Beamtenwillkür”, so eine der vielen Definitionen.
Liegt es daran, dass ich Deutscher bin? Kaum möglich, da der Zoll bis zum “Rechts-Ran-Zeichen” nur mein Gesicht sieht. Mein Geschäftswagen hat ein Schweizer Kennzeichen und dessen Nummern werden fortlaufend vergeben. Alle meine Einfuhren habe ich gesetzeskonform versteuert. Gut, ihr müsst wissen, dass schon lange vor dem eigentlichen Schlagbaum eine Kontrolle stattfindet. Fast unsichtbar zoomt sich eine Kamera ins Auto und beobachtet eventuelles hektisches Treiben der Insassen, um irgendwelche Gegenstände unauffindbar zu machen. Nicht so bei mir: ich rauche genüsslich eine Zigarette und freue mich auf daheim!
In diesem Sinne …!
Euer S.
26. Dez
Hallo Geniesserinnen und Geniesser
Dass ich ein fleissiger Konzertgänger bin ist ja weitläufig bekannt. Zum Jahresabschluss wurde ich nach Frankfurt am Main zu Coldplay eingeladen. Die britische Band, 1996 gegründet, zählt zu den erfolgreichsten Bands des vergangenen Jahrzehnts. Ihr Genre ist klar: Britpop! Nach dem Aus von Oasis im Oktober 2009 war die Bahn frei für Chris Martin und seinen drei Bandmitgliedern. Als Location wurde die Festhalle gewählt. Die Festhalle ist eine 1907 bis 1908 erbaute repräsentative Mehrzweckhalle auf dem Frankfurter Messegelände. Der Innenraum des etwa 40 Meter hohen Kuppelbaus bietet auf einer Fläche von 5.646 Quadratmetern bis zu 4.880 Sitzplätze. Zusammen mit den beiden Rängen finden maximal 9.843 Menschen in der Festhalle Platz, bei unbestuhltem Innenraum über 13.500 (Quelle: Wikipedia).
Am Eingang wurden fast allen Besucherinnen und Besucher Bändchen, mit der Bitte diese zu tragen, überreicht. Nein! Nicht diese Standard-Bändchen, welche üblicherweise übergeben werden. Massive Bänder mit einem auffallend grossen Kunststoffteil in der Mitte. Aber wozu? Wurden wir überwacht – die totale Kontrolle in der Metropole am Main? Bedienelemente an den Bändern: Fehlanzeige!
Irgendwann mal kam Emeli Sandé (… Link zu Emeli) mit der Rolle als Vorband auf die Bühne. Ihre tiefe schwarze Stimme, soultechnisch angehaucht, überzeugte. Leider wurde ihr Können durch zu viel Bass negativ beeinflusst. Ich gehe davon aus, dass die Tontechniker ihr Bestes gaben. Aber die komplexe Architektur der Halle hat nun mal ihren Preis. Bei einem ihrer Lieder bekam Emeli Unterstützung von Professor Green (… Link zum Professor). Klasse – 100%. Wie immer wünschten die rund 13.000 (ausverkauft!) Besucherinnen und Besuche keine Zugabe von der Vorband – ein hartes Los!
Die Bühne wurde für den Haupt-Gig umgebaut. Das Licht ging nach gefühlten zwei Stunden aus und als Intro erklang Mylo Xyloto, gefolgt von Hurts Like Heaven. Nun wurde der Sinn der verteilten Armbändchen klar: Ferngesteuert blinkten diese nun rhythmisch und in verschiedenen Farben in der ganzen Halle. Ein bewegender Moment – ein genialer Effekt. Es lebe die Interaktivität! Coldplay lieferten eine perfekte Bühnenshow ab. Musikalisch wie auch visuell. Aber auch Sie mussten mit den schwierigen akustischen Gegebenheiten kämpfen. Zu viel Bass und ein schwer zu kontrollierbares Echo liessen bei dem ein oder anderen Song die Stimmen in den Hintergrund geraten. Blieben die Drums mal aussen vor, zeigte sich schnell die musikalische Grösse von Chris Martin! Nach Paradies, Lied Nummer 15 , war erst mal Schluss. Rechnet man mit vier Minuten pro Song, ergibt das in der Summe rund eine Stunde Spielzeit. Ein bisschen wenig, bei einem Ticketdurchschnittspreis von rund 75 EUR. Zugabe! Zugabe! Aber auch diese war nach vier Songs beendet – Coldplay zog sich zurück. Wir rechnen noch einmal: Das Konzert dauerte nicht einmal 1,5 Stunden.
Fazit: Gut die Konzertdauer war nie eine Stärke von Chris & Co und die Akustik war aufgrund der Halle eingeschränkt, aber unabhängig dessen war es ein tolles Konzertereignis. Gute britische Musik, untermalt mit geschickt eingesetzten visuellen Effekten, an denen auch die bestimmt nicht enttäuschten Besucherinnen und Besucher interaktiv beteiligt wurden.
Recht abenteuerlich war noch der Heimweg von der Halle zum Hotel (Luftlinie 300 m – theoretisch!). Noch drinnen ein Bier gekauft und schwupps! waren wir aus der Halle. Wo bitte waren die restlichen 13.000 Menschen? Erst mal eine Zigarette angezündet. Vereinzelt kamen uns Leute entgegen! Und dann die Frage: Wo ist das Hotel? Zu Konzertbeginn gingen wir vom Hotel raus, über den Vorplatz der Halle zum Eingang. Aber genau dieser Vorplatz war nun nicht mehr vorhanden. Kälte stellte sich ein! Es stellte sich heraus, dass wir bei irgendeinen Nebenausgang die Halle verlassen haben. Also einmal um die Halle herum und siehe da: Menschen, überall Menschen! Komischerweise kamen die uns nun alle entgegen – Slalom war angesagt. Egal – wir fanden unser Hotel. Schlafen konnte ich jedoch noch nicht. Nein – nicht wegen Coldplay! Nürnberg ist im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Fürth mit 0:1 ausgeschieden. F**K!
So und nur so ist das Leben.
In diesem Sinne …!
Euer S.
24. Dez
So ihr lieben Leute
Pünktlich zum Heiligen Abend hat sich Johannes Heesters von uns abgemeldet. Jopie wurde 108 Jahre alt und spielte übrigens 1600 Mal den Grafen Danilo in der Operette “Die lustige Witwe“! Ich gehe mal davon, dass er genug vom Leben gesehen hat, wenn er auch zum Schluss fast blind war. Egal!
Unabhängig dessen, wünsche ich euch allen ein Frohes Fest und geniest die Tage mit euren Liebsten – Jopie hätte es auch so gewollt.
In diesem Sinne …!
Euer S.
18. Dez
Geschätzte Leserinnen
Geschätzte Leser
Heute ist der vierte Advent. Es wird sich also auf die Ankunft/die Geburt Christi vorbereitet. Toll – Happy Birthday Jesus! Ich möchte diesen Tag nutzen, um euch meine Weihnachtsbotschaft mitzuteilen. Sollte ich noch Zeit finden, schreibe ich euch auch am 24ten!
Alle Jahre wieder kommt das Christuskind…und so weiter! Ein uns allen bekanntes Lied aus genanntem Zeitraum. Diese ach so stille und besinnliche Zeit nehme ich immer als Anlass abzulästern. Dies ist in vorhergehenden Beiträgen eindrucksvoll nachzulesen. Aber liebe Schwestern und Brüder, dieses Jahr werde ich das nicht tun! Ich muss zugeben, dass mir dies nicht leicht fällt, gerade in Hinblick auf das ablaufende Jahr, aber ich versuche es dennoch.
Eines muss ich aber loswerden! Es sind diese unsäglichen Spendenaufrufe zur Weihnachtszeit. Überall und rund um die Uhr wird uns angetragen für Notleidende zu spenden. In Luzern sitzen sogar Mitarbeiter von einem Radiosender in einem Glaskasten und rufen zur Aktion “Jeder Rappen zählt” auf. Schnell kommt da eine beträchtliche Summe zusammen. Aber warum sind wir Menschen gerade zu dieser Zeit so spendabel? Unterm Jahr sind wir Schweine: Wir denunzieren, wir verraten, wir beleidigen und wir missachten! Wird die Spende vielleicht genutzt, um sich von seinen Sünden freizukaufen? Ja. Diesen Eindruck habe ich! Verlogenheit pur! Was nützt es einer oder einem Notleidenden, wenn gerade mal in der Weihnachtszeit an ihn gedacht wird? Oder verständlicher ausgedrückt: so ca. 14 Tage sind unsere Herzen geöffnet – aber was ist mit dem Rest von 351 Tagen?
Das Geben beginnt im Herzen und nicht mit dem Griff in den Geldbeutel. Ein Lächeln, ein “komm` es geht weiter” zur rechten Zeit kann einem Menschen mehr geben als der ein oder andere Franken/Euro. Ich muss gerade feststellen, dass meine Zeilen verdammt christlich klingen. Aber bekannterweise will ich mit diesem Verein nichts zu tun haben. Es geht um ein Stück Menschlichkeit und da sind wir alle gefordert. Unabhängig irgendwelcher religiösen Ideologien bzw. deren Fehlleitungen.
Sollten wir uns nicht mehr lesen, wünsche ich euch und euren Liebsten alles Gute. Übernehmen wir endlich Verantwortung darüber, dass wir alle Menschen sind und dass es Menschen gibt, die uns brauchen! Wenn nicht wir, wer denn?
In diesem Sinne …!
Euer S.