Ich brauche einen Oldtimer!

Hääh! Der schon wieder! Ist dem langweilig? Schön, dass ihr an mich denkt! Ich schätze eure Anteilnahme an meinem Leben. Mich bewegen immer wieder Dinge, die mir begegnen, die ich höre und die ich sehe. Der Fokus soll hier auf das Sehen liegen. Filme! Ich liebe Filme, gute Filme aus meiner Sicht. Der wohl beste Film aller Zeiten ist für mich „Das Schweigen der Lämmer“ aus dem Jahre 1991. Dicht gefolgt von Batman „The Dark Knight“ (2008) und der unsterbliche Klassiker „Pulp Fiction“ aus dem Jahre 1994. Alles fremdsprachige Filme, also nix Deutsch. Zu Zeiten der SW-Filme konnte D noch einigermassen mithalten. Heinz Rühmann z.B.! Bester Film: „Es geschah am hellichten Tag“ von 1958. Danach wurde es eng. Gut, die Sache mit dem U-Boot war auch nicht so schlecht, aber meist flimmerten ganz, ganz schlimme Sachen über die Leinwand. Thomas Gottschalk (…lebt der noch?) und Mike Krüger als „Die Supernasen“! Haben die beiden, falls die eine noch leben sollte, kein Selbstwertgefühl? Egal.

Vorgestern Abend. Der „Replay-Guide“ auf meinem Fernseher zeigte mir an, dass ein deutscher Film mit dem Titel „Der Buchspazierer“ gelaufen ist. Der Film stammt aus dem Jahre 2024. Die Hauptrollen spielen Christoph Maria Herbst (…genial) und die zwölfjährige Yuna Bennett (…brillant). Regie führte Neo The Chau (…in Vietnam geboren). Ich liebe Christoph Maria Herbst. Seine Rolle als Bernd Stromberg ist legendär. In fünf Staffeln mit insgesamt 46 Folgen zeigte er als „Mensch und Chef“ den Büroalltag in einer Versicherung auf. Ich glaube ich kenne so fast jedes seiner Zitate. Das Beste: „Der Türke kann Kaffee, Döner, Bauchtanz. Das ist kein Vorurteil, sondern historisch bewiesen. Die alten Griechen, die haben historisch was geleistet, aber der Türke, da wird es eng!“

Ich werde jetzt keine Zusammenfassung von dem Film erstellen. Diesen müsst ihr schon selbst sehen und vor allem fühlen. JA, bei Filmen kann ich sehr sentimental werden. Meine ersten Tränen vergoss ich bei einer Folge von Flipper im Jahre 1969. Der Titel der Folge: „Flipper bekommt die Masern!“ Quatsch! Erstens können Delphine keine Masern bekommen (…oder) und zweitens, so glaube ich zumindest, hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Fernseher! Dennoch, hinsichtlich bewegten Bildern wird der kleine Stefan ziemlich „weich“. Ist das schlimm? Nein! Und mal jetzt ganz unter uns, wer bei „Ist das Leben nicht schön“ (1946) zum Schluss nicht weinen muss, hat definitiv Probleme mit dem Attribut „Mensch“!

Aber nun back zu Stromberg. Wieder Quatsch. Zu Carl Kollhoff und Schasha (…korrekt geschrieben). Einer der Kernaussagen dieses genialen Filmes ist, dass Bücher Brücken zwischen Menschen bilden. Alle Geschichten daraus sind nicht nur blosser Zeitvertreib, sondern haben die Kraft, einsame, verletzte, verstossene oder isolierte Seelen miteinander zu verbinden. Zum Schluss des Films sieht man die erwachsene Schasha, mittlerweile eine erfolgreiche Buchautorin. Ihre sinngemässen Worte: „Manchmal braucht es einfach nur einen Freund, der einem die Welt zeigt. Und machmal reicht es, wenn man gemeinsam durch sie spaziert“. Und ganz hinten im applaudierenden Publikum sitzt ein Carl …! Tränen, auch von mir!

Und was hat nun die Überschrift mit dem Artikel zu tun? Ganz einfach, schaut euch den Film an!

Euer Stefan

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