Seiten-Update bzw. In memoriam Claudia

Geschätzte Leserinnen und Leser

Heute mal Technik. Wie ihr alle wisst, bin ich stolzer Besitzer einer LEICA Q3. Und mit ihr, bin ich das erste Mal so richtig losgezogen. Location: Wetzlar/Germany. Besser gesagt die LEICA-Welt in Wetzlar. Aus meiner Sicht ein architektonisches Meisterwerk. Schlicht, technisch reduziert, klare Strukturen und keine Spielereien – so wie eben die Kameras auch. Genial fand ich auch, dass kein äusserer Sonnenschutz montiert ist. Nichts verunstaltet eine cleane Fassade mehr, als unterschiedliche Zustände von z.B. Raffstoren. Einmal ganz nach unten gefahren und geschlossen, dann wieder halb zu und geneigt, usw.! Nein, im LEITZ-Park, so der andere Name, zeigen sich alle Fenster in ihrer ganzen, natürlichen, von den Architekten (Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten, Frank­furt am Main,) gewollten Grösse. Die Beschattung übernehmen innenliegende, also raumseitige Anlagen, wie Rollos oder raumhohe, schwarze Vorhänge. Dennoch geht der Verzicht auf äussere Beschattungen zu Lasten der Raumkühlung. Abhilfe, im geringen Mass könnte eine Sonnenschutzverglasung bringen, darauf wurde aber hier bei diesem Objekt verzichtet. Der Grund lag wohl daran, dass die spezielle Beschichtung bei so einer Verglasung, ungewollte Spiegelungen projizieren. Dementsprechend muss also die Klimaanlage mehr leisten. Energiesparen am Bau war 2018 nicht so ein gehyptes Thema. Und das war auch gut so!

Schwarze Vorhänge zierten auch die Fenster im Ernst-Leitz-Hotel, in welchem ich 2 Nächte verbrachte. Auch die Innenarchitektur überzeugte durch klare Strukturen. Überall Bilder von berühmten Fotografen. Nicht zu viele, aber brillant in den Räumen positioniert.

Das Frühstücksbüfett (…auch Frühstücksbuffet) war reichhaltig und grosszügig angerichtet. Kennt ihr diese Menschen, die zu allererst zu den Getränken, wie Wasser, Orangensaft, etc. laufen. Ist ja gar nicht mal so verkehrt. Dann schenken sie sich das erste Glas ein und trinken es aber direkt aus. Meist folgt dann noch ein zweites oder drittes. Ich jedenfalls kannte mal so einen Zeitgenossen, bzw. so eine Zeitgenossin. Und Ja, wenn ich mal ehrlich bin, praktiziere ich das auch immer wieder mal. Am ersten Morgen bin ich aber erstmal zu den Rühreiern, den kleinen Frikadellen und dem Speck. Zack, Teller gefüllt und diesen an einen freien Tisch parkiert. Dann zum Brotregal und zur Kühltheke. Ein Frühstück ohne Butter ist kein Frühstück! Mit dem zweiten, beladenen Teller Richtung Sitzplatz. Vorbei an den gekühlten Getränken. Mein Blick fiel auf so einen Wasserbottich, in welchem Stücke von Orangen, Zitronen und Minze schwammen bzw. tauchten. Teller abgestellt und zum Glas gegriffen. Dieses nahm, ich schätze mal 0.1 Liter, auf. Nicht so viel! Damit zum Tisch gehen, lohnte sich nicht wirklich. Ich spürte keine Blicke der Anwesenden und „exte“ das Glas. Nummer zwei und drei folgten unmittelbar , mit dem vierten bin ich zu meinem Tisch.

Die Rühreier bedurften einer Nachwürzung mittels Salz. Wobei Salz eigentlich kein Gewürz ist, sondern ein Mineral. Es hätte mir auffallen müssen. Die Öffnung des „Salzstreuers“ war relativ gross. Zucker ergoss sich mit einem breiten Strahl auf die Eier. Super, Stefan! Ein Verzehr schied aus. Ich stellte den verunstalteten Teller ganz an den Rand des Tisches und hoffte, dass bald eine Servicekraft kam und diesen mitnahm. Dauerte keine zwei Minuten. Perfekt! Neuer Teller, neue Eier. Auf die Beigabe von „Salz“ verzichtete ich diesmal. Soll ja auch nicht so gesund sein. Leider lagen wohl die neuen Eier schon sehr lange im Warmhaltebehälter. Sie waren kälter als meine Butter. Egal! Dafür waren der Speck und die Frikadellen warm und knusprig. Anschliessend nochmal zurück zur Theke. Da lagen so kleine, ausgelöste Forellenfilets. Einmal pur und einmal mit so einer Würzpanade bekleidet. Von diesen nahm ich zwei Stück mit. Ihr müsst wissen, ich habe panische Angst davor, an einer Gräte zu ersticken. Statistisch dauert es lange drei Minuten, bis dich Gevatter Tod erlöst. Und einen Luftröhrenschnitt an sich selbst ausführen und dann mittels dem unteren Teil eines Kugelschreibers, den Luftzugang wiederherzustellen, halte ich für nicht realistisch. Also kaute ich jedes noch so kleine Stück gewissenhaft. Keine Gräten, dafür ein Stück Rückenflosse. Unter der Panade nicht sichtbar, schlich sich dieses in meinen Mund. Das Teil konnte man nicht zerkauen und dann schlucken. Dazu der Würgereiz beim Versuch! Also raus damit, auf den Teller gelegt und mit einer Serviette abgedeckt. Einen neuen Teller bitte. Und eine neue Serviette.

Ich ass noch zwei leckere Mettbrötchen mit viel Zwiebeln. Ich liebe rohes Schweinefleisch! Sollte jedoch frisch sein. Mett ist rohes Schweinefleisch und birgt durch den fehlenden Kochprozess ein reales gesundheitliches Risiko. Da die Oberfläche des Fleisches durch das Wolfen stark vergrößert ist, können sich Keime schnell vermehren. Zu den größten Gefahren zählen Infektionen mit Salmonellen, Campylobacter, E. coli-Bakterien, Listerien sowie die Übertragung des Hepatitis-E-Virus oder von Parasiten (Welle: Wikipedia). Guten Appetit!

Die Frühstückserlebnisse haben ja wohl nichts mit Technik zu tun. Dennoch wollte ich sie euch nicht vorenthalten. Jetzt aber zur Technik. Ihr findet auf meiner Seite unten einen Link zu ausgewählten Bildern, welche ich mit der Q3 fotografiert habe. Die erste folglich von der LEICA-Welt. Die Fotos wurden mittels Lightroom entwickelt und nach meinen Präferenzen angepasst. Die lange Kante weist 1`920 Pixel auf, die Dateigrösse max. 2 MB. Das ganze ist responsiv, passt sich also euren Endgeräten an.

Abschliessend noch ein Hinweis. Besonders auf Mobilfunkgeräten ist die Schrift unter Umständen sehr klein. Ihr könnt diese aber beliebig vergrössern. Beispiel iPhone. In der unteren Adressleiste ist rechts neben der URL ein Symbol zu finden. Klickt darauf und ihr könnt die Schrift entsprechend vergrössern. Somit können auch sehschwache Menschen (…dazu gehöre ich mittlerweile auch) meine Gedanken optisch besser folgen. Um sie zu verstehen, das vermag einer anderen Gabe!

Zu guter Letzt noch eine Info. Ich habe meiner LEICA Q3 einen Namen gegeben. Natürlich einen weiblichen Namen, da DIE Leica. Sie heisst Claudia. Why? Claudia war unsere Bürospinne. Gott sei Dank betrat sie nie unsere Räume. Stets hing sie brav in ihrem Netz und wir konnten sie aus gesicherter Entfernung beobachten. Aber Claudia stand nicht an der Spitze der Nahrungskette. Zu der Beute von Bachstelzen gehören u.a. Spinnen. Ein solcher Vogel fliegt, flattert und springt seit einiger Zeit auf unserer Dachterrasse. Wir gaben ihr den Namen Conny. Und Conny, welche naturgemäss nur der Erhaltung ihrer Art verpflichtet ist, verspeiste Claudia! Durch die Namensgebung wird sie aber für immer in unseren Herzen bleiben!

Euer Stefan

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